Schlaumeier – Jahresplan 2020

Liebe Schlaumeier!

Das Jahr 2020 bietet einige geschichtsträchtige Anlässe für unsere Bildungsfahrten. So fiel es uns nicht leicht, eine Entscheidung zu treffen. Wir hoffen auf Euer Interesse an den nachfolgend aufgezeigten Exkursionen und bitten Euch, schon einmal folgende Termine zu notieren und Euch möglichst frühzeitig anzumelden.

  • 14. März 2020

    Ehrung der Opfer des Ruhraufstandes vor 100 Jahren

    Kranzniederlegung in Walsum und Besuch der Gedenkstätte am Südfriedhof in Recklinghausen

  • 16. Mai 2020

    Zum 75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus: Besuch der Hölle von Breendonk in Belgien, Ort des Terrors faschistischer Gewaltherrschaft.

  • 18. Juli 2020

    Ludwig lebt! Beethoven im Pop. Zum 250. Geburtstag des Komponisten besuchen wir die Sonderausstellung im RockPop-Museum in Gronau

  • 05. Dezember 2020

    Wir feiern den 200. Geburtstag von Friedrich Engels in Wuppertal

Jede Fahrt wird gesondert ausgeschrieben mit Einzelheiten zu Kosten und Fahrzeiten.

Anmeldungen nehmen wie per Email ab sofort entgegen. Mit solidarischen Grüßen

Edith Fröse (0151/14274934) und Ottmar Lippik(0203/3942849)

Bonner Freidenker-Treff: Angriff auf Iran – Aufmarsch gegen Russland

Mittwoch, den 08.01.2020, um 19 Uhr
Restaurant „Olive“, Brüdergasse 12, 53113 Bonn

zur Diskussion stehen folgende Themen:

1. Bundesregierung verweigert auch nach der Ermordung des iranischen
Generals Qasem Soleimani weiterhin den Abzug der Bundeswehr aus dem
Irak.

2. Bundesregierung macht Deutschland zum Aufmarschgebiet gegen
Russland.

Zur Vorbereitung werden folgende Texte empfolen:

Zu 1

https://www.anti-spiegel.ru/2020/waren-geheimverhandlungen-zwischen-dem-iran-und-saudi-arabien-der-grund-fuer-den-us-angriff
https://www.spiegel.de/politik/ausland/usa-toetet-qasem-soleimani-europa-macht-sich-unglaubwuerdig-a-1303829.html
https://www.spiegel.de/thema/qasem_soleimani

Zu 2

https://www.heise.de/tp/features/Deutschland-auf-Fuehrungs-Kurs-4623549.html?seite=all

Marx in Marxloh – Die Seidenstraße von China bis Duisburg…

Sonntag, 01. Dezember 2019, 11 bis 13 Uhr in 47169 Duisburg, Kaiser-Wilhelm- Straße 284 – Jugend- und Kulturzentrum.

Thema: „Die Seidenstraße von China bis Duisburg – ein Pfad der Friedenssicherung oder des Handelskrieges?“

Referent: Johannes Pflug, China- Beauftragter der Stadt Duisburg und ehemaliger Bundestagsabgeordneter.

35 Züge pro Woche oder 25.000 pro Jahr fahren zwischen der chinesischen Millionenmetropole Chongqing und dem 12.000 Kilometer entfernten Duisburg. Weil wirtschaftlicher und politischer Aufstieg nicht zu trennen sind, wird China als Hauptkontrahent zum westlichen Kapitalismus begriffen. So stellt sich auch die Frage, ob in Duisburg Außenpolitik auf kommunaler Ebene betrieben wird, vergleichbar mit der Entspannungspolitik von Willy Brandt. Diese und andere Fragen wollen wir diskutieren und freuen uns auf eine interessante Diskussion.

Wie immer mit Frühstück gegen Spende.
Um Anmeldung wird gebeten bei Elfi Reiners unter Telefon 59 73 88.

Edith Fröse 0151/14274934, Hannah Schönig 0160/95665021

Hexen in Lemgo

Unser nächstes Reiseziel: Das Hexenbürgermeisterhaus in Lemgo

Am Samstag, 07. Dezember 2019 fahren wir mit einem Reisebus nach Lemgo. Dort befindet sich mitten im historischen Stadtkern das Städtische Museum mit dem spannenden Beinamen „Hexenbürgermeisterhaus“. Es ist eines der bedeutendsten Baudenkmäler städtischer Architektur der Renaissance im Weserraum.

Im Mittelpunkt unseres Besuches steht die Geschichte der Hexenverfolgung. Dabei erfahren wir, wie es zu einem Hexenprozess kam, wer die Frauen und Männer waren, die als „Hexen“ und „Zauberer“ angeklagt, verurteilt und hingerichtet wurden und wer die Repräsentanten der „Hexenjustiz“ waren. —> Jetzt anmelden!!

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Marx in Marxloh – Der Glaube an Hexen im Mittelalter

Der Glaube an Hexen hatte im Mittelalter einen gewaltigen Umfang angenommen, aus dem sich die Hexenverfolgungen heraus entwickelten. Päpstliche Inquisitoren schufen eine Schrift, den „Hexenhammer“, der ein ganzes Lehrgebäude des Hexenwahns und der Hexenbekämpfung darstellte. Unter dem Einfluss dieser Schrift setzte eine Hochflut von Hexenprozessen ein.
Aber es waren nicht nur Frauen betroffen. Männer waren unter dem Vorwurf der Zauberei ebenso vom Tod auf dem Scheiterhaufen bedroht. Jedoch ist die Zahl der verfolgten Frauen wesentlich größer gewesen.

Wir laden herzlich zu unserem politischen Frühstück nach Marxloh ein am Sonntag, 3. November 2019 von 11 Uhr bis 13 Uhr ins Jugend- und Kulturzentrum in Duisburg-Marxloh, Kaiser-Wilhelm-Str. 284, das dieses Mal unter dem Thema „Hexenverbrennung“ stattfindet. Weiter lesen →

Nation und Weltordnung

Mittwoch, 13. November 2019

Restaurant „Olive“, Brüdergasse 12, 53113 Bonn, Beginn: 19 Uhr

Liebe Bonner Freidenkerinnen und Freidenker, liebe Freunde und Mitstreiter, wie vereinbart, gibt es beim November-Treffen eine Fortsetzung des Themas.

Auf dem Oktober-Treffen wurde ein Text  über die „Methode der historischen Strukturen“ von Robert W. Cox vorgetragen und den Teilnehmern anschließend zu gründlicherem Studium und Vorbereitung der Diskussion zugesandt. Er kann von Neueinsteigern zur Vorbereitung per E-Mail unter k.v.raussendorff@freidenker.de angefordert werden.

Es geht darum, die Welt als Totalität, als ein universelles Ensemble gesellschaftlicher Verhältnisse, zum Gegenstand wissenschaftlicher Erkenntnis zu machen. Eine enorme Herausforderung für das Denken des Gesamtzusammenhangs, d.h. für das dialektische Denken. Cox schlägt als heuristische Methode des Zugangs zu diesen Fragen (der sozialen und politischen Verfasstheit der Menschheit) Untersuchungen auf folgenden drei Ebenen bzw. Aktionsfeldern vor:

(1) Organisation der Produktion, insbesondere in Bezug auf die sozialen Kräfte, die im Prozess der Produktion hervorgebracht werden;

(2) Staatsformen, die aus der Untersuchung von staatlich-gesellschaftlichen Komplexen abgeleitet sind;

(3) Weltordnungen, das heißt die besonderen Konfigurationen der Kräfte, die aufeinander folgend jeweils die Problematik von Krieg und Frieden für das Ensemble der Staaten definieren.“

Dabei kann, so Cox, „jedes dieser Felder als eine Aufeinanderfolge dominanter bestehender und entstehender rivalisierender Strukturen untersucht werden.“ Cox betont: „Die drei Ebenen sind zu einander in Beziehung stehend“ („interrelated“). Das bedeutet: „Veränderungen in der Organisation der Produktion erzeugen neue soziale Kräfte, die ihrerseits wieder Veränderungen in den Strukturen der Staaten hervorbringen; und die Verallgemeinerung von Veränderungen in der Struktur von Staaten verändert die Problematik der Weltordnung“.

Das Verhältnis zwischen den drei Ebenen ist nun aber nicht einfach linear. Vielmehr wirken transnationale soziale Kräfte durch die Weltstruktur auf die Staaten ein. So beeinflussten im 19. Jahrhundert die bürgerlichen Klassen durch ihre expansive Weltpolitik die Strukturen der Staaten sowohl in der Kernzone wie in der Peripherie. Besondere Strukturen der Weltordnung üben Einfluss auf die Formen aus, die Staaten annehmen.

Der theoretische Text ist nicht einfach zu verarbeiten. Aber die Anstrengung ist der Mühe wert, beinahe zwingend. Man denke nur an die immer aktueller werdende doppelte Fragestellung: Wie wird sich z. B. das Berliner großmachtpolitische Programm, das als „Verantwortung Deutschlands“ firmiert (weltweite Bundeswehr-Einsätze etc.), in der Realität der Weltpolitik tatsächlich auswirken können? Wie werden andererseits die zunehmend polyzentrischen weltpolitischen Machtverhältnisse von Deutschland eine Anpassung seiner Außenpolitik, ja sogar seiner gesellschaftlichen, nationalstaatlichen Verhältnisse geradezu erzwingen können?

Denn: „Die tektonischen Platten der globalen Machtverhältnisse verschieben sich schneller, als in den kühnsten Analysen westlicher Thinktanks bislang befürchtet wurde. Die Möglichkeit, anderen Nationen den eigenen Willen aufzuzwingen, erodiert zunehmend spürbar. Jetzt geht es ums Ganze.(Quelle: https://deutsch.rt.com/meinung/94390-wenn-felle-davon-schwimmen-kramp/ )

Und: „ Trumps Friedensverhandlungen und Vermittlungen zwischen Süd- und Nordkorea oder seine offiziell verkündeten politischen Ziele, „den sinnlosen und endlosen (US-)Kriegen ein Ende zu machen“ und die US-Soldaten „nach Hause zu holen“, erwecken Hoffnung auf eine friedlichere Zukunft mit den Vereinigten Staaten von Amerika in einer multipolaren Welt.“ (Quelle: <https://deutsch.rt.com/meinung/94375-trump-allein-zu-haus-belauert/> https://deutsch.rt.com/meinung/94375-trump-allein-zu-haus-belauert/ )

Nation und Weltordnung

Mittwoch, 9. Oktober 2019
Restaurant „Olive“, Brüdergasse 12, 53113 Bonn Beginn: 19 Uhr

Die Begriffe Volk und Nation sind in Deutschland nach einem ideologischen Rechts-Links-Sche­mas besetzt. „Die einen sagen: «Holt euch euer Land zurück», und träumen von überholten Vorstellungen ethnischer Homogenität. Das ist der AfD-Tonfall. Auf der anderen Seite herrscht ein multikulturelles Wunschdenken, das die deutschen Grenzen am liebsten ganz abschaffen würde und alle Probleme negiert. Zwischen diesen Extremen findet zu wenig offene, proble­madäquate Diskussion statt.“ (Andreas Rödder, Ohne Leitkultur kann keine Gesellschaft überle­ben, www.nzz.ch/feuilleton/ohne-leitkultur-kann-keine-gesellschaft-ueberleben

„Volk“ und „Nation“ sind im Deutschen zu problematischen Ausdrücken geworden: Hinterlas­senschaft des Hitler-Faschismus, mit der dieser immer noch triumphiert.. In anderen Sprachen sind äquivalente Termini (Englisch: people-nation, Französisch: peuple-nation, Spanisch: pue­blo-nación) frei von Vorurteilen und Vorverurteilungen, genießen Unschuldsvermutung. Ihre Be­deutung, ihr Sinn stellen sich erst im Diskurs heraus. Sie ergeben sich im Verständnis der Duali­tät von Nation und Weltordnung, einem logisch-historischen Verhältnis der wechselseitigen Her­vorbringung.

Nach den Wahlen in Brandenburg und Sachsen

Mittwoch, 11. September 2019
Restaurant „Olive“, Brüdergasse 12, 53113 Bonn Beginn: 19 Uhr

Zur Anregung im Anhang drei Analysen.
Mit freundschaftlichen Grüßen
Klaus v. Raussendorff

Unteilbar-Demo in Dresden. Die Messe ist gesungen, Dagmar Henn, 28.08.2019
kenfm.de/standpunkte

Die Stützen der AfD, 02.09.2019
www.german-foreign-policy.com

Stationen des Niedergangs einer Partei, Andreas Wehr, 3.9.2019
www.andreas-wehr.eu/stationen-des-niedergangs-einer-partei

DDR – BRD Zwei deutsche Staaten im Spiegel ihrer Verfassungen

Veranstaltung am Sonntag, 6. Oktober 2019 von 11 bis 13 Uhr in den Räumen des Jugend- und Kulturvereins in 47169 Duisburg, Kaiser-Wilhelm-Straße 284

Vor 70 Jahren wurden die Bundesrepublik Deutschland und die Deutsche Demokratische Republik gegründet. Die Existenz zweier deutscher Staaten war das Ergebnis der Angriffskriege des faschistischen Deutschlands. Die nächste Ausgabe der Bildungsreihe Marx in Marxloh untersucht die Ereignisse in den Besatzungszonen der westlichen Alliierten und denen der Sowjetunion in den Jahren 1945 bis 1949. Weiter lesen →

Marx in Marxloh – 1. September 1939 – 1. September 2019

Sonntag, 01. September 2019 von 11 bis 13 Uhr – Antikriegstag

Vor 80 Jahren begann der Zweite Weltkrieg mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen.
Reichskanzler Adolf Hitler gab den Angriff auf Polen als Verteidigungsaktion aus. Angeblich hätten polnische Soldaten den Rundfunksender Gleiwitz, im heutigen Gliwice, überfallen.
Von 1939 bis 1945 steckten die Faschisten die halbe Welt in Brand, verwüsteten ganze Länder, hinterließen Dutzende Millionen von Toten und Verwundeten. Auschwitz, Treblinka, Maidanek, Buchenwald, Bergen-Belsen, Ravensbrück, Sachsenhausen, Mauthausen und andere grausige Stätten unmenschlicher Vernichtung wehrloser Menschen jeden Geschlechts und Alters durch Hunger, Mord, Vergasung blieben stehen: ewige Zeugnisse der unvergleichbaren Bestialität dieser Weltbrandstifter. Weiter lesen →